Erster Weg zum Spielen nach Akkordsymbolen - Band 1

Art.Nr.: 610456

Sprache: deutsch

Autor: Manfred Schmitz

ISBN: 978-3-89922-178-7

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Ein „Leadsheet” – was ist das?

Das (engl.) Wort Leadsheet (oder lead-sheet) lässt sich sinngemäß mit „Leitblatt“ oder„Leitseite“ übersetzen (lead = leiten, führen und sheet = ein Blatt oder Bogen Papier).

In der Musikwelt ist Leadsheet der Begriff für die vereinfachte Notation eines Musikstückes, bei der nur die Melodie als Noten aufgeschrieben wird. Bei Gesangsstücken steht eventuell noch der Text darunter. Aber die Begleitung wird nur vereinfacht in Form von Harmonie- oder richtiger: Akkordsymbolen dargestellt.

Diese Form der Notation begegnet uns fast überall in Notenausgaben von Popsongs oder von Volks- und Kinderliedern. In Songbüchern und in Sammlungen von Evergreens oder Jazz-Standards geht es ja auch eigentlich nur darum, das Wesentliche der Komposition darzustellen – also Melodik, Harmonik und Ablauf. Immerhin soll es ja möglich sein, die Begleitung auf allen möglichen Instrumenten und auf ganz verschiedene und eigene Weise zu spielen.

Eigentlich ist das nichts Neues. Schon in der Barockmusik wurden Melodien improvisierend nach dem Generalbass begleitet, einer Bassstimme mit Ziffern, die – ähnlich wie die Akkordsymbole – das Tonmaterial für die Begleitung festlegen.

 

Leadsheet-Spiel – warum, wer braucht das?

Rock- oder Jazzmusiker sind es gewohnt, nach Leadsheets zu spielen und aus den Akkordsymbolen auf ihrem Instrument (Piano/Keyboard, Gitarre oder Bass) eine gut klingende Begleitung zu improvisieren. Aber auch als kleine oder große Tastenlöwen, als Klavierlehrer, als Gesangs-Begleiter oder als Keyboarder in einer Band – überall würde uns dieses Können gute Dienste leisten. Denn es gibt uns die Möglichkeit, ganz spontan viel mehr als nur das zu spielen, was andere uns vorschreiben.

 

Spielen nach Akkordsymbolen – wie geht das?

Eine Melodie besteht normalerweise aus den Tönen einer Tonleiter. Die gleiche Tonleiter liefert die Töne für die Begleitharmonien. Und das Akkordsymbol ist eine Art Formel dafür, welche Basstöne mit welchen weiteren Tönen zusammen aus dieser Tonleiter als „Baumaterial“ für die Begleitung dienen können.

Bisher waren wir gewohnt, Ton für Ton das zu spielen, was in den Noten steht. Beim Leadsheet-Spiel sollen wir nun spielen, was nicht dasteht – jedenfalls nicht so, wie wir es gewohnt sind. Die Akkordsymbole sagen uns erst mal, welche Töne mit der Melodie in Einklang gebracht werden können. Aber wie wir diese dann mit Bewusstsein spieltechnisch und bewegungsmäßig (rhythmisch) so „in den Griff bekommen“, dass eine gut klingende und leicht spielbare Begleitung entsteht, müssen wir noch herausfinden.

Kenntnisse vom Akkordaufbau, Hör- und Spielerfahrungen anhand zahlreicher Songs und verschiedene Varianten für deren Begleitung, in denen das Tonmaterial clever verarbeitet wird – all das bietet dir „Spielen nach Akkorden“. Das ist das musikalische Handwerkszeug, mit dem du Liedbegleitungen so improvisieren kannst, als wären sie von Profis komponiert worden.

 

Viel Spaß und Erfolg dabei!

Erster Weg zum Spielen nach Akkorden

Manfred Schmitz (1939–2014), der als Pianist, Komponist und Arrangeur zu den wichtigsten Vertretern der populären Musik seiner Zeit gehört, war auch ein außerordentlich produktiver Lehrer und Autor musikdidaktischer Literatur. Bereits als Dozent an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar verfasste er den JAZZ PARNASS – inzwischen ein Standard-Lehrwerk, das so gut wie jeder Pianist im deutschsprachigen Raum kennt. Umfangreiche Erfahrungen aus dem Unterricht mit Schülern aller Altersgruppen finden sich in etlichen Lehrwerken für Klavier und Ensembles wieder. Viele seiner Lehr- und Spielbücher sind beim AMA-Verlag erschienen – so auch sein letztes Lehrwerk für Piano mit dem vielsagenden Titel POP PARNASS. Ein zentrales Anliegen seiner didaktischen Arbeit war, das handwerklich solide Vermitteln von Stilelementen des Jazz, Blues und der Popmusik auf eine Weise, die in allen Lernstadien von Anfang an immer auch mit viel Spaß am Spielen verbunden ist.

So hat Manfred Schmitz wie schon in seiner Klavierschule „KLAVIER – die Schule für alle“ eine zweibändige Schule geschrieben, deren Bände unabhängig voneinander benutzt werden können und sich damit an Einsteiger, Quereinsteiger oder auch fortgeschrittene Spieler richten, die ihr Improvisationsspiel nach Akkordsymbolen vertiefen möchten.

Der Schüler lernt in dieser Schule, wie man Leadsheets richtig deutet und darauf eine gut klingende Begleitung improvisiert. Im ersten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen besprochen, die zum Improvisieren benötigt werden: Intervalle, Harmonien, Akkorde und Kadenzen.

Anhand von verschiedenen Liedern werden zuerst die Leadsheets, die Melodie und Bass und die harmonisierte Melodie und Bass des Liedes vorgestellt und eingeübt. Danach werden verschiedene Leadsheet-Spiele und Begleitungsformen vorgestellt und von Schmitz ausharmonisiert. Jedes Kapitel endet mit einer „Bastelecke“ in der der Schüler das vorher Erlernte anhand eines anderen Stückes anwenden muss. In Band 1 werden diese Fertigkeiten anhand von 11 Kinder- bzw. Volksliedern eingeübt, wie z. B. „Sur le pont d’Avignon“, „Kommt ein Vogel geflogen“ oder „Taler, Taler, du musst wandern“. Der zweite Band beschäftigt sich dann mit attraktiven Traditionals und Rock- und Popsongs wie z. B. „Amazing Grace“, „Sailing“, „How Deep Is Your Love“, „Hinterm Horizont geht’s weiter“ oder „My Heart Will Go On“ (Love Theme from „Titanic“). Somit sind die beiden Bände ein pädagogisch sinnvolles Lehrwerk, in dem der Autor die verschiedensten Herangehensweisen und Komplexitäten aufzeigt, die einem Klavierspieler beim Lesen von Akkordsymbolen begegnen können.

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Einleitende Worte

Harmonie-Werkstatt

Intervalle

Harmonien, Akkorde und Symbole

Kadenzen

Spielplan

I. Vorstufe

Hänschen klein

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Es war eine Mutter

II. Grundstufe

Zu den folgenden Titeln unter anderem folgender Inhalte:

A – Leadsheet

B – Melodie und Bass

C – Harmonisierte Melodie und Bass

Leadsheet-Spiele

Begleitungen

Bastelecke

1. Es war eine Mutter

2. Sur le pont d'Avignon

3. Trarira, der Sommer, der ist da

4. Hänschen klein

5. Kommt ein Vogel geflogen

6. Es tanzt ein Bi-ba-butzemann

7. Summ, summ, summ

8. Taler, Taler, du musst wandern

9.Schlaf, Kindlein, schlaf

10. Guten Abend, gut' Nacht

11. Bunt sind schon die Wälder

Anhang

Oktavlagen und Tonnamen

Akkordsymbole – Schreibweisen

Beispielseiten

Klavier - Erster Weg zum Spielen nach Akkordsymbolen - Band I

Manfred Schmitz dürfte wohl zu den fleißigsten Musikern der Gegenwart zählen. Dabei verbindet sich sein Schaffen als Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader seit jeher auf einzigartige Weise mit seinem Engagement für den musikalischen Nachwuchs. Jahrgang 1939, studierte er von 1957 bis 1962 Klavier an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, wo er von 1968 bis 1984 selbst als Dozent im Bereich Jazz und Unterhaltungsmusik tätig war. Aus einer Ansammlung für diesen Zweck selbst geschaffenen Unterrichtsmaterials entstand so – ganz nebenbei – in den 1970er Jahren der 3-teilige JAZZ-PARNASS – bis heute eines der Standardwerke in Sachen Jazz-Piano, das sogar ins Russische übersetzt wurde und in der damaligen UdSSR in 25.000 Exemplaren erschien. Aber auch seine umfangreiche kompositorische Tätigkeit in nahezu allen Genres der Populärmusik setzte sich in seiner Lehrtätigkeit fort. Während er über viele Jahre hinweg für das Repertoire so namhafter Interpretinnen wie Gisela May, Uschi Brüning u. v. a. schrieb, sie auf dem Piano begleitete und mit dem Manfred-Schmitz-Trio europaweit jazzte, förderte er sowohl in Weimar z. B. Chanson-StudentInnen als auch an der Musikschule Berlin-Köpenick SchülerInnen, indem er für sie komponierte und mit ihnen produzierte. So ist er heute von etlichen BerufskollegInnen umgeben, von denen viele auf die eine oder andere Weise einmal Schüler bei ihm waren. Vielen Musikpädagogen ist Manfred Schmitz vor allem durch die große Bandbreite an LEHR- und SPIELLITERATUR für verschiedenste Instrumente und Ensembles bekannt, die sich an Vorschulkinder, Anfänger und auch Fortgeschrittene richtet. All dies ist wiederum eine Nebenwirkung seiner langjährigen Arbeit mit Schülern und Schüler-Ensembles als leitender Lehrer in der Musikschule Berlin-Köpenick bis zum Jahre 2004. Und statt nunmehr den Ruhestand wörtlich zu nehmen, geht die Aufarbeitung dieser Erfahrungen in eine neue Runde.
Leider verstarb Manfred Schmitz nach kurzer, schwerer Krankheit am 07.07.2014.