Ich hör‘ den ganzen Tag Musik.

Art.Nr.:
610574

Sprache:
deutsch

Autor:
An-Dominique Schmidt

ISBN:
978-3-89922-307-1

EUR 19,90
inkl. 7 % USt

  • Gewicht 0,3 kg

Klavierlehrer gibt es seit dem 17. Jahrhundert, in dem das Klavier erfunden wurde. Nun gehörst du auch dazu, nach vier Jahren Studium an einer der 24 deutschen Musikhochschulen und dem „Bachelor Klavier“ in der Tasche. Jetzt musst du den Beruf nur noch in die Praxis umsetzen.
Am gemütlichsten wäre natürlich eine Stelle mit Bezahlung nach gewerkschaftlich ausgehandeltem Tarif des Öffentlichen Dienstes an einer Kommunalen Musikschule. Gibt es dort freie Vollzeit-Stellen? Vergiss es! Weniger als die Hälfte aller 52.000 deutschen Musikpädagogen werden nach Tarif bezahlt (statistisches Bundesamt 2017) und deren Arbeitsplätze sind überall besetzt. Höchstens Stundenverträge sind noch an den Kommunalen Musikschulen zu ergattern, aber diese – vornehm „Honorarkräfte“ genannten – Lehrer verdienen pro Stunde am Klavier nicht mal die Hälfte der Festangestellten. Noch weniger können in der Regel die kleinen privaten Musikschulen in den großen Städten zahlen.
Es bleibt nur ein Ausweg, wenn du einigermaßen anständig davon leben willst, das weiterzuvermitteln, was du liebst, nämlich die Klaviermusik: Privatmusiklehrer! Der Bedarf ist da, in Deutschland stehen einer Studie zufolge rund 8 Millionen Klaviere herum, unzählige Kinder, Erwachsene, Rentner würden gern Klavierspielen können – du musst es nur richtig anstellen.

Produktbeschreibung

Ein Handbuch für private Klavierlehrer

Eigentlich ist dieser Beruf ein Kinderspiel, meint Autorin An-Dominique Schmidt im Vorwort zu Ihrem Handbuch für private Klavierlehrer. 40 Jahre hat sie selbst als Klavierlehrerin neben kleinen und großen, jungen und alten Klavierschülern gesessen und ist auch nach gefühlt 15 Millionen falschen Tönen im Ohr immer noch überzeugt, dass dieser Beruf glücklich machen kann – wenn man es richtig anstellt.
Schmidt teilt ihren reichen Erfahrungsschatz und geht auf sämtliche Aspekte ein, die der Beruf des privaten Klavierlehrers mit sich bringt: von der inneren Einstellung zu den Schülern, über die verschiedensten Unterrichtssituationen und -techniken bis hin zu den finanziellen Aspekten.
  1. Schüler

1. Liebesbrief an meine Schüler: Eigentlich ist dieser Beruf ein Kinderspiel
2. Schlaue Schüler im Unterricht: Lehrer mäßig, Schüler ziemlich begabt
3. Dumme Schüler im Unterricht: Von der Beherrschung der Ungeduld
4. Brave Kinder im Unterricht: Schüler sind überwiegend gut erzogen
5. Freche Kinder im Unterricht: Wie viel man sich bieten lassen muss
6 . Herr X und Frau Y am Klavier: Männliche Schüler sind anders als weibliche
7. Ich möchte „Für Elise“ spielen: Das dauert ja, bis man mal was kann
8. Zu Hause konnte ich das gut: Unterricht ist kein Zuckerschlecken
9. Wie früh schon Klavier lernen: Vorschulkinder im Klavierunterricht
10. Wie spät noch Klavier lernen: Rentner und Alte im Klavierunterricht
 
  1. Lehrer

11. Ich hör’ den ganzen Tag Musik: Piloten hören den ganzen Tag Triebwerke
12. Die schlaue Klavier-Lehrkraft: Filmstar, Bundeskanzler, Papst tun es
13. Die dumme Klavier-Lehrkraft: Nicht gerade begabt, aber gute Lehrkraft
14. Die ältliche Klavier-Lehrkraft: Hat 15 Millionen falsche Töne im Ohr
15. Beliebt sein ist anstrengend: Von der schweren Bürde, gemocht zu werden
16. Der Typ macht mich aggressiv: Herrn Z. kann ich gar nichts vorwerfen
17. Ich wollte mal auf die Bühne: Nun bin ich halt Klavierlehrer geworden
18. Beruflich höre ich immer zu: Privat möchte ich nicht zugetextet werden
19. Lehrkraft als bester Freund: Persönliches während der Klavierstunde
20. Erotik im Klavierunterricht: Gefühle können nie falsch sein, aber Tun
 
  1. Praxis

21. Alltag einer Klavier-Lehrkraft: Begabte, Unbegabte, Übende, nie Übende
22. Es klingelt immer rechtzeitig: Erziehungssache Schülerpünktlichkeit
23. Die Schüler klimpern herum: Das macht die Lehrkraft wahnsinnig
24. Ständig mitsingende Lehrkraft: Wundert sich abends über ihre Heiserkeit
25. Typisch A-Typ, typisch B-Typ: Auswendig- und Vom-Blatt-Spieler
26. Mein Geschmack, nicht deiner: Wieso lieben Schüler nicht, was ich liebe
27. Ich kenne diese Noten nicht: Von fremden Noten und www-Tutorials
28. 1000-x geübt, 1000-x verspielt: Wenn ich übe, üben auch meine Schüler
29. Vorspiele, Fluch oder Segen: Vorspiele von Kindern und Erwachsenen
30. Humor im Klavierunterricht: Klafünf passt nicht in den Klavierspüler
 
  1. Technik

31. Schüler haben ein Repertoire: Allesamt können sie viele Stücke speichern
32. Schüler haben alles im Kopf: Allesamt können sie auswendig spielen
33. Schüler haben eigene Ideen: Allesamt können sie frei improvisieren
34. Was sagt jetzt die Lehrkraft?: Sie bewahrt die Spielfreude des Schülers
35. Rhythmus- und Notenzeiger: Sehr empfehlenswert im Klavierunterricht
36. Einen Rhythmus vermitteln: Von der Lehrerhilfe zur Schülerautarkie
37. Ideal-Fingersätze gibt es nicht: Mein Fingersatz ist nicht dein Fingersatz
38. Der farbige Klavierunterricht: Eine Dimension mehr im Klavierunterricht
39. Der Klang der Lehrerstimme: Mit der Stimme den Klavierunterricht steuern
40. Wunder des inneren Mitspiels: Auf einmal spielt der Schüler viel besser
 
  1. Geschäft

41. Probestunde Klavierunterricht: Wie man viele neue Klavierschüler gewinnt
42. Vertragsloser Klavierunterricht: Besser funktioniert es ohne einen Vertrag
43. Ein Königreich für ein Klavier: Von der Bontempi-Orgel bis zum Steinway
44. Unterricht in „guter“ Gegend: Großzügigkeit und besonderes Ambiente
45. Unterricht in eigener Wohnung: Hier ist den ganzen Tag fortissimo möglich
46. Reich durch Klavierunterricht: Wenig-Verdiener und Viel-Verdiener
47. Johann Sebastians Geld-Truhe: Die hehre Kunst und das schnöde Geld
48. Blättern in den Kontoauszügen: Hab’ ich nicht schon vorige Woche bezahlt
49. Alle Schüler im Stundenplan: Kurzurlaub nach vier intensiven Tagen
50. Urlaub vom Klavierunterricht: Die Aussicht auf Ferien verleiht Flügel
An-Dominique Schmidt unterrichtete nach Ihrem Studium mehr als vierzig Jahre lang als private Klavierlehrerin. Sie absolvierte ihr Studium an der Musikhochschule Duisburg, nachdem sie zuvor Jura studiert und als Journalistin gearbeitet hatte. Sie trat als Pianistin auf und war Mitglied einer Jazz-Combo. Bis heute unterrichtet sie Klavier-Improvisation.