Nicht jeder Abschied macht klein

Art.Nr.: 626622

Autor: Barbara Kellerbauer

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Lieder aus dem Leipzig der 90'er Jahre. Die eingespielten Titel beschreiben präzise ein sehr aktuelles und nicht nur deutsches Befinden.

 

 

AUTOREN

Andreas Reimann: Texte

Walter Thomas Heyn: Musik und Arrangements

 

MITWIRKENDE

Barbara Kellerbauer: Gesang

Andreas Reimann: Rezitation

Katia Reinbold: Flöte

Stefan Klemm: Flöte

Volker Schlott: Saxophon

Stefan Gocht: Trompete

Lutz Wolf: Trompete

Winfried Moeck: Posaune

Reinmar Henschke: Klavier, Keyboards, Sampler

Barbara Klaus: Akkordeon

Boris Hirschmüller: Gitarre

Walter Thomas Heyn: Gitarre, Celesta

Alexander Wessel: E-Bass

Musikalische Leitung: Walter Thomas Heyn

Gute Lieder sind Theaterstücke en miniature.

 

Sie provozieren Gefühle und Fragen, Sie behaupten sich gegenüber den sich wandelnden Zeichen der Zeit. Und sie erschließen sich umso mehr‚ je heftiger die Lebenslagen, in denen man sie hört oder singt, schwanken. Viele der hier eingespielten Titel und Texte haben diese Prüfung bereits bestanden. Sie beschreiben präzise ein sehr aktuelles und nicht nur deutsches Befinden, und doch wurde die Mehrzahl von ihnen bereits im Leipzig der 80er Jahre verfaßt und komponiert. Anlaß und Produkt offiziellen Argwohns waren sie damals, von Bedrückung und Deformation. Andererseits fanden sie Zustimmung, schienen sie dringend vonnöten zu sein. Aber nicht das Vergangene an ihnen macht auch das Politische aus, sondern ihre seltsame Gegenwärtigkeit. Ihre Gültigkeit heute, ein Wiedererkennen in anderer Zeit.

 

Barbara KelIerbauer ist für diese Produktion ein Glücksfall. Die vielseitige Berliner Sängerin präsentiert sich in einigen auch für sie neuen Farben. Sie hat Theater und Kunstlied, klassische Tradition und Experimentelles parat, um manch spezielles Befinden und eine Vielzahl von Situationen und Szenen zu imaginieren. Sie verleiht ihren Songs Authentizität und sie hat, was sie besingt, auch erlebt.

Die gesungenen und gesprochenen Texte schrieb ein Autor aus Leipzig. Andreas Reimann, Jahrgang 1946, wählte für sich die Form des zu singenden Lieds, weil sie ihm bereits in Zeiten politischer Verfolgung, Haft und Opposition Verbreitung versprach. Verständlich, doch in gehobener lyrischer Form skizziert der Autor Schicksale in einer Umbruchzeit, die sich als von längerer Dauer erweist. Keineswegs wird vordergründig politisiert. Am Alltag vielmehr, am Spielraum für Hoffnung und Schmerz, Liebe und Tod werden Gesellschaftsverhältnisse gemessen.

Walter Thomas Heyn, geboren 1953 in Görlitz, Meisterschüler von Siegfried Matthus, widmet sich dem Genre Lied seit längerer Zeit. So bewußt wie kaum ein anderer deutscher Komponist ernster Zunft hat Heyn dabei nach Spielraum gesucht, um erstarrte Normen der Neuen Musik aufzubrechen, sie zu verlassen und mit Momenten des Populären zu verschmelzen. Schubert und Eisler mochten dabei Fixpunkte sein, Vorbilder für kompositorische Ökonomie, Wirkung und Eindringlichkeit. Reimanns Lyrik, die ihn seit je fasziniert, formt Heyn hier zum musikalischliterarischen Zyklus, der als Gesamtheit ein Grenzgang sein will. Die Patchworktechnik nutzen dabei Dichter wie Komponist: um Vorlagen zu ergänzen und zu verfremden. Zur Gegenrede und zum Kommentar aus eigener Sicht. Vielerlei Widerhaken sind in diesem Opus verborgen – drei musikalische Fundstücke, die Erinnerung bergen, kehren unaufgefordert immer wieder zurück.

fkae, 1999

1. Ruhe ist ...

2. September ´89

3. Zieh aus mein Freund

4. Die Frau trinkt Wodka

5. Anrede

6. Uschis Lied

7. Ich weiß nicht

8. kein schöner Land

9. Verlustanzeige

10. Lied fürs Klassentreffen

11. Das Karin Lied

12. Verwackelter Marsch

13. Rezept aus dem Altertum

14. Gegenlied zu Unsere alltägliche Macht

15. was ist mit den zärtlichen gesten gescheh´n

16. Arche der Dinge

17. Die Ausgezeichnete

18. Annoncen, Annoncen

19. Die Heimatvertriebenen

20. Denk ich an Deutschland

21. Alte Frau

22.Liebeslied

23. Widerrede

24. ... und ich sage gar, was min Begehren ist

Barbara Kellerbauer ist eine vielseitige Berliner Sängerin. Sie hat Theater und Kunstlied, klassische Tradition und Experimentelles parat, um manch spezielles Befinden und eine Vielzahl von Situationen und Szenen zu imaginieren. Sie verleiht ihren Songs Authentizität und sie hat, was sie besingt, auch erlebt.