Die dreizehn Monate

Art.Nr.: NM1260

Sprache: deutsch

Autor: Manfred Schmitz

ISBN: 978-3-7333-0757-8

EUR 22,95
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Nachwort

Man muss einfach Herrn Kästner folgen – in all seinen stimmungsvollen Beschreibungen, Empfindungen, philosophischen Vergleichen, Resümees ...

Da geht es auch mal über die Strophenfolge hinweg, obwohl das Versmaß der Zeile stimmt, sich aber auf einmal ein Wechsel der Beleuchtung von Geschehnissen durch neue Gedankengänge oder Situationen einstellt, wie z. B. im „Juli“:

„... Bilderbuch mit Ansichtskarten.

Die Landschaft belächelt den lauten Besuch ...“

Und manchmal geschieht dies auch ganz plötzlich, indem z. B. die Bewegung des musikalischen Geschehens „stehen bleibt“, weil sich, wie im „Februar“, plötzlich die Frage an uns persönlich richtet:

„... Und aus welchem Stoff sind wir?“

 

Das braucht Zeit, um nicht im bisherigen schnellen Bewegungsverlauf (Jazz-Waltz) „unterzugehen“.

Auch die Wiederholung einer Zeile, eines Gedankens ergibt sich auf einmal musikalisch und bekommt dadurch ein besonderes Gewicht, sodass diese plötzliche Erkenntnis – unaustauschbar treffend formuliert! – in Kopf und Seele haften bleibt:

„Jedes Jahr kennt seinen letzten Tag.

Und du kennst deinen nicht.“

(„Der Dezember“)

 

In einem breiten Spektrum von erschreckender Sachlichkeit ...

„Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.“

(„Der November“)

 

... bis hin zu feinsinniger Lyrik ...

„Nachts, als der Duft vom Lindenbaum

an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?“

(„Der August“)

 

... wollen alle Monate erklingen, durchweht vom Ewigen.

„Es wird und war. Es war und wird ... –

Nichts bleibt, mein Herz.

Und alles ist von Dauer ...“ –

 

Diese Schaffensphase des Eintauchens in die Kästner-Welt und das Umsetzen in Klangbilder und Melodien war äußerst spannend, war auch eine wundersame Lehrstunde für Kopf und Herz. Und die hört nie auf!

Manfred Schmitz

 

Am 07.07.2014, kurz nach Vollendung seiner Vertonung Erich Kästners „Die 13 Monate“, ist Manfred Schmitz im Alter von 75 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

Für Gesang und Klavier

„Die 13 Monate“ von Erich Kästner gelten als eins der romantischsten und idyllischsten Werke, die bezeichnend für die späte Schaffenszeit des Schriftstellers sind. Allen Gedichten ist gemeinsam, dass sie das unweigerliche Vergehen der Zeit thematisieren. So wird der „Januar“ mit einem neugeborenen Kind gleichgesetzt, welches bis zum „Dezember“ zu einem alten Mann herangewachsen ist, der sich auf den Abschied vorbereitet. Manfred Schmitz hat diesen Gedichtzyklus für Gesang (tiefe Stimme) und Klavier vertont, der bereits 1983 von Gisela May auf Schallplatte eingesungen wurde. Peter Muzeniek steuerte zu dieser Ausgabe die Illustrationen bei.

1. Der Januar

2. Der Februar

3. Der März

4. Der April

5. Der Mai

6. Der Juni

7. Der Juli

8. Der August

9. Der September

10. Der Oktober

11. Der November

12. Der Dezember

13. Der dreizehnte Monat

14. Nachwort

Beispielseiten

AMA Verlag - Die dreizehn Monate - für Gesang und Klavier

Manfred Schmitz dürfte wohl zu den fleißigsten Musikern der Gegenwart zählen. Dabei verbindet sich sein Schaffen als Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader seit jeher auf einzigartige Weise mit seinem Engagement für den musikalischen Nachwuchs. Jahrgang 1939, studierte er von 1957 bis 1962 Klavier an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar, wo er von 1968 bis 1984 selbst als Dozent im Bereich Jazz und Unterhaltungsmusik tätig war. Aus einer Ansammlung für diesen Zweck selbst geschaffenen Unterrichtsmaterials entstand so – ganz nebenbei – in den 1970er Jahren der 3-teilige JAZZ-PARNASS – bis heute eines der Standardwerke in Sachen Jazz-Piano, das sogar ins Russische übersetzt wurde und in der damaligen UdSSR in 25.000 Exemplaren erschien. Aber auch seine umfangreiche kompositorische Tätigkeit in nahezu allen Genres der Populärmusik setzte sich in seiner Lehrtätigkeit fort. Während er über viele Jahre hinweg für das Repertoire so namhafter Interpretinnen wie Gisela May, Uschi Brüning u. v. a. schrieb, sie auf dem Piano begleitete und mit dem Manfred-Schmitz-Trio europaweit jazzte, förderte er sowohl in Weimar z. B. Chanson-StudentInnen als auch an der Musikschule Berlin-Köpenick SchülerInnen, indem er für sie komponierte und mit ihnen produzierte. So ist er heute von etlichen BerufskollegInnen umgeben, von denen viele auf die eine oder andere Weise einmal Schüler bei ihm waren. Vielen Musikpädagogen ist Manfred Schmitz vor allem durch die große Bandbreite an LEHR- und SPIELLITERATUR für verschiedenste Instrumente und Ensembles bekannt, die sich an Vorschulkinder, Anfänger und auch Fortgeschrittene richtet. All dies ist wiederum eine Nebenwirkung seiner langjährigen Arbeit mit Schülern und Schüler-Ensembles als leitender Lehrer in der Musikschule Berlin-Köpenick bis zum Jahre 2004. Und statt nunmehr den Ruhestand wörtlich zu nehmen, geht die Aufarbeitung dieser Erfahrungen in eine neue Runde.
Leider verstarb Manfred Schmitz nach kurzer, schwerer Krankheit am 07.07.2014.